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Digitale Diät = mehr Gelassenheit

Permanente Erreichbarkeit – ein Muss für junge Deutsche. So geht es aus dem aktuellen Stressreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Besonders Smartphones sind für viele Menschen heute ein ständiger Begleiter. Kam die Post früher nur einmal am Tag,  erscheinen Nachrichten heute direkt und zu jeder Zeit auf dem Handydisplay.

Welche Auswirkungen hat diese ständige Erreichbarkeit auf das persönliche Stressbarometer? „Mit dem Drang, nichts zu verpassen, steigt besonders der soziale Druck“, weiß Motivationstrainerin und Autorin Gabriele Vincke – und rät zu einer digitalen Diät. 

Drängende  Verpflichtung: Soziale Netzwerke

Internet, Tablets, Smartphones, E-Mails – das digitale Zeitalter ist im Alltag angekommen. Soziale Netzwerke wie WhatsApp, Facebook, Instagram oder Snapchat bieten die Möglichkeit, sich kostenlos und zu jeder Zeit mit der ganzen Welt auszutauschen. „Selbst wenn die Nutzung dieser Medien auf freiwilliger Basis geschieht, so entsteht dennoch eine Art sozialer Druck, der wiederum zu Stress führen kann“, so Vincke. 

Vor allem für die unter 30-Jährigen gehören soziale Medien zum Alltag. So geht es aus dem aktuellen Stressreport der TK hervor. Und selbst bei den über 70-Jährigen nutzt jeder Zehnte diese Kommunikationsform. Besonders besorgniserregend: Viele Menschen empfinden Internetkonsum als drängende Verpflichtung. So gaben 17 Prozent der Befragten an, dass sie das Gefühl bekommen, etwas zu verpassen, wenn sie nicht mehrere Stunden am Tag online sind. „Mit einer Art Optimierungsdruck versuchen wir, jede Minute zu nutzen, was gefährliche Folgen mit sich bringen kann“, warnt Vincke. „Die Differenz zwischen Anspannung und Entspannung wird immer geringer, was dazu führt, dass wir uns irgendwann aufgrund des ständigen Medienkonsums schlapp und ausgelaugt fühlen.“ 

Offlinezeiten sorgen für Entspannung 

Dabei gibt es einfache Lösungen, um dem Mediensturm entgegenzuwirken: Da die Mehrheit der Nutzer häufig aus reinem Reflex zum Smartphone, Tablet oder Notebook greift, bewirken geregelte Offlinezeiten bereits einiges. „Damit die Internetnutzung nicht  überhandnimmt, müssen wir lernen, mit ihr umzugehen, und unsere Lebensform entsprechend anpassen. Wer für handyfreie Zonen sorgt oder am Abend das Smartphone in eine Schublade legt und nur in Notfällen nutzt, schafft gute Voraussetzungen, um einen entspannten, ruhigen Feierabend zu genießen“, rät die Motivationstrainerin. 

Gleichzeitig schafft dies mehr Zeit für Familie, Freunde und Hobbys. So entsteht ein optimaler Ausgleich, der das persönliche Stressbarometer sinken lässt.

bitte lächeln-Expertin: Gabriele Vincke ist Motivationstrainerin und Autorin („Motivation für dich“) ■ 

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