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Kinder-/Zahnarzt: Wie früh ist früh genug?

Schon gewusst? Rund jedes fünfte Kleinkind in Deutschland hat bereits vor seinem dritten Geburtstag kariöse Zähne. Fachärzte für Zahnheilkunde raten daher zu einem Besuch in der zahnärztlichen Praxis ab dem ersten Zahn, spätestens rund um den ersten Geburtstag.

Einerseits nimmt der Zahnarzt dann die ersten Zähne in seine „Obhut“, andererseits erhalten Sie in der zahnärztlichen Praxis wertvolle Informationen und Tipps rund um Zahnungsbeschwerden, wie sich die Mundgesundheit Ihres Nachwuchses optimieren lässt und wie Sie die Zähne Ihres Kindes effektiv putzen. Daneben beantworten die Zahnärzte gern Ihre Fragen zu den Themen Schnuller, Flasche, Anwendung von Fluoriden, Zahnfehlstellungen und Ernährung – vor allem die richtige Ernährung ist entscheidend, andernfalls können bereits nach kurzer Zeit Schäden an den Milchzähnen entstehen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen helfen dabei, dass Ihr Kind Vertrauen zu Zahnärzten aufbaut – für Kinder sind mehrere zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen empfohlen.

Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Ersttermin in der Praxis? Sobald bei Ihrem Kind der erste Zahn durchbricht, empfiehlt sich ein Besuch beim Zahnarzt. Der genaue Zeitpunkt, wann der erste Zahn sichtbar wird, ist von Baby zu Baby verschieden – zu erwarten ab etwa dem sechsten Lebensmonat.

Warum ist ein frühzeitiger Besuch sinnvoll? Der Zahnarzt sieht sich die ersten Zähne Ihres Sprösslings genau an und begutachtet Kiefer, Mundschleimhaut und Zunge.

Daneben informiert er Sie über die adäquate Zahnpflege Ihres Kindes –
diese ist unter anderem auch von der Fluoridanamnese abhängig: Der Zahnarzt stellt hierbei fest, aus welchen Quellen die Zufuhr des kariesprotektiven Fluorids stattfindet, um eine Über- oder Unterversorgung mit Fluorid zu verhindern. Damit geben Sie Ihrem Kind bestmögliche zahn- und mundgesundheitliche Grundlagen mit ins Leben.

Die psychologische Komponente des ersten Besuchs ist ebenfalls nicht zu unterschätzen: Im Initialkontakt mit dem Zahnarzt lernt Ihr Kind die Praxis als etwas ganz Normales kennen, vor dem es keine Angst zu haben braucht – dies kann dazu beitragen, dass Ihr Kind auch mit zunehmendem Alter regelmäßig zur Prophylaxe geht.

bitte-lächeln-Tipp:

Nehmen Sie Ihr Kind von Anfang an mit, wenn Sie selbst zur Kontrolluntersuchung beim Zahn-/Arzt gehen. Es gewöhnt sich so an die Gerüche, Geräusche und die Praxisatmosphäre. Aber Achtung: Sind Sie selbst Angstpatient, lassen Sie lieber einem anderen Familienmitglied den Vortritt, den Nachwuchs in die zahn-/ärztliche Praxis einzuführen. Kinder spüren intuitiv, dass etwas nicht stimmt und bauen so Angstbarrieren auf, die später schwer zu überwinden sind.

Übrigens:

Kleine Patienten sind beim Kinderzahnarzt bestens aufgehoben. Kinderzahnärztliche Praxen haben sich speziell auf die Bedürfnisse von Kindern eingestellt: Die besondere Praxiseinrichtung und vor allem die bewusst gewählte Ansprache der kleinen Patienten sorgen dafür, dass sich Ihr Kind auch beim Zahnarzt wohlfühlen kann.