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HNO-Arzt: Wie früh ist früh genug?

Haben Sie folgende Zahlen schon mal gehört? Von 1.000 Neugeborenen sind ein bis zwei hochgradig schwerhörig, 17 von 1.000 Kindern hören schlecht. Eltern bemerken dies oft erst ab dem zweiten oder dritten Lebensjahr – fatal für die Sprachentwicklung, schließlich sind Hören und Sprechen ein Paar: Hört Ihr Kind Worte nicht korrekt, kann es sie auch nicht richtig nachahmen. Lassen Sie also am besten in den ersten Tagen nach der Geburt einen Hörtest bei Ihrem Baby durchführen. Sollte sich dabei herausstellen, dass ein Hörproblem vorliegt, ist der Einsatz einer Hörhilfe schon ab dem dritten Lebensmonat möglich – und Ihr Kind hat gute Chancen auf eine normale Sprachentwicklung.

HNO-Ärzte achten nicht nur darauf, dass Ihr Kind richtig hört, sondern untersuchen es auch auf die weit verbreitete Vergrößerung der Rachenmandeln. Ursachen hierfür können eine familiäre Veranlagung sowie Infektionen sein. Eine Vergrößerung der Rachenmandeln ist meist mit starken Beschwerden verbunden: Kinder bekommen durch die Nase schlecht Luft, atmen mit offenem Mund, vorgeschobener Zunge und schnarchen nachts; durch den Stau des Schleims in der Nase sind sie anfällig für Infekte.

Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Ersttermin in der Praxis? Das so genannte Neugeborenen-Hörscreening sollten Sie wenige Tage nach der Geburt durchführen lassen.

Warum ist ein frühzeitiger Besuch sinnvoll? Nur wenn Ihr Kind korrekt hört, kann es auch richtig Sprechen lernen – Hörgeräte gibt es auch speziell für Kleinkinder.