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Lebkuchen: Laaaange Tradition

Aachener Printen, Nürnberger Lebkuchen, Pulsnitzer Pfefferkuchen – all die Leckereien sind aus der Winterzeit nicht wegzudenken. Ob mit Zucker- oder Schokoladenguss, mit Marzipan oder Walnüssen, rund oder eckig: Honig und jede Menge köstlicher Gewürze wie Kardamom, Zimt und Nelken dürfen in keinem Lebkuchen fehlen.

Ägypter und Römer liebten Lebkuchen Lebkuchen haben eine bewegte Geschichte: Bereits die alten Ägypter kannten mit Honig gesüßte Kuchen, wie Untersuchungen von Grabbeigaben ergeben haben. Schriftstücke, auf denen Rezepte für kleine Honigkuchen mit Gewürzen aufgeschrieben sind, entstanden um das Jahr 350 vor Christus. Die Römer wussten sie ebenfalls zu schätzen und naschten „panis mellitus“, „Honigbrot“ – nicht nur im Winter, sondern beispielsweise auch an Ostern.

Ulm machte den Anfang In Deutschland wurde die Lebkuchenbäckerei erstmals im Jahr 1296 erwähnt, und zwar in Ulm. Von hier aus verbreiteten sich die Lebkuchen weiter: Da für ihre Herstellung Gewürze aus fernen Ländern benötigt wurden, haben vor allem Städte an früheren Handelsknotenpunkten eine lange Lebku-chentradition, neben Ulm beispielsweise Augsburg, Köln, Basel – und natürlich Nürnberg. In Nürnberg kam der Lebkuchen vermutlich zu seinem Namen, der vom lateinischen Begriff „libum“ stammt und sich mit „Fladen“ oder „Flachkuchen“ übersetzen lässt.

Einst waren Lebkuchen in Deutschland vor allem in der Fastenzeit beliebt und wurden zu Starkbier gegessen. Außerdem buken Mönche in ihren Klöstern die haltbaren Kuchen und verteilten sie in schlechten Zeiten. Und heute? Heute vermittelt allein der Duft eines Lebkuchens Geborgenheit und Wärme – genießen Sie die Lebkuchen-Zeit!