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Latschenkiefern: Wertvolles Öl in den Nadeln

Latschen, sind das nicht diese Mini-Bäume, denen Bergwanderer oft begegnen? Stimmt genau! Latschenkiefern sind beispielsweise aus dem Allgäu und aus Tirol nicht wegzudenken. Die immergrünen Bäume fühlen sich in den Bergen zwischen 1.000 und 2.700 Höhenmetern wohl, wachsen rund zwei bis fünf Meter hoch und blühen im Juli. Etwa fünf Zentimeter lang und bis zu zehn Jahre alt werden die Nadeln – in ihnen stecken Heilkräfte.

Aus den Nadeln und den jungen Trieben der Latschenkiefern lässt sich ein bekömmlicher Tee zubereiten. Dieser ist reich an Vitamin C und eignet sich daher bestens als mehrwöchige Kur zur Stärkung Ihres Immunsystems. Süßen Sie den Tee am besten mit Honig – köstlich!

Mittels Wasserdampfdestillation lässt sich aus den Nadeln, Zweigspitzen und Ästen das bekannte Latschenkiefernöl gewinnen. Es ist klar, farblos bis gelblich und verströmt einen kräftigen balsamischen Geruch. Sie können das Öl naturrein erwerben und sich von der wohltuenden Wirkung überzeugen. Träufeln Sie verdünntes Latschenkiefernöl auf Ihre Haut oder cremen sich mit einer Latschenkiefernsalbe ein, ist wohltuende Wärme garantiert: Die aromatischen Substanzen erhöhen die Durchblutung und helfen so bei Muskelkater sowie bei Rücken- und Gelenkbeschwerden – ideal nach einer sommerlichen Wanderung oder Radtour.

Sie haben sich eine Sommer-Erkältung eingefangen? Dann wirkt eine Inhalation des Öls schleimlösend: Seine Inhaltsstoffe machen das Bronchialsekret dünnflüssiger und fördern seinen Abtransport aus den Atemwegen. Zudem hemmt das Öl das Wachstum neuer Bakterien.

Und haben Sie schon einmal Latschenkiefernöl als Badezusatz oder als Aroma bei einem Sauna-Aufguss probiert? Duftende Entspannung ist garantiert und Sie holen sich damit ein wenig Bergurlaubs-Atmosphäre nach Hause.

Bitte-lächeln-Tipp: Wenden Sie Latschenkiefernöl bitte nicht unverdünnt an, denn das konzentrierte ätherische Öl reizt Haut und Schleimhäute. Von Babys und Kleinkindern auch in verdünnter Form fernhalten.

Latschen und Bergkiefern stehen unter Naturschutz – Sammeln ist verboten. Nur die Betreiber von Latschenbrennereien dürfen unter besonderen Auflagen die Zweige ernten und daraus das aromatische Öl gewinnen.