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Honig: natürliches Heiltalent

Honig ist eine heilende Wunderwaffe. Das wussten bereits die alten Griechen, verdankten ihre Götter dem Honig doch ihre Unsterblichkeit. Auch Hippokrates, bekanntester Arzt der Antike, stellte fest: Honig wirkt fiebersenkend, entzündungshemmend und unterstützt die Wundheilung.

Erkältungssymptome lindern
Wir kennen Honig – vermischt mit warmer Milch oder Tee – vor allem als altbewährtes Rezept gegen Halsschmerzen, Husten und Schnupfen. Es gilt lediglich zu beachten, die Flüssigkeit abkühlen zu lassen und dann den Honig einzurühren, denn ab 40 Grad verliert der Honig seine heilenden Eigenschaften.

Milch mit Honig vor dem Zubettgehen zu trinken, hat übrigens gleich zwei positive Effekte: Nächtliche Hustenanfälle werden gelindert und das Einschlafen erleichtert, denn das in der Milch enthaltene Tryptophan fördert die Bildung der beiden „Schlafhormone“ Serotonin und Melatonin. Tipp: Den nächtlichen Trunk vor dem Zähneputzen genießen – ihre Zähne danken es ihnen.

Ebenso wie bei Erkältungen hilft
Honig in warmer Milch oder Tee (z. B. Kamillen- oder Fencheltee) auch bei Magen-Darm-Beschwerden. Wen Blähungen plagen, kann folgendes Rezept probieren: 3 Teelöffel Apfelessig und 1 Teelöffel Honig in ein Glas, mit lauwarmem Wasser auffüllen. Nicht besonders lecker, aber effektiv.

Desinfizierend & antibakteriell
Honig besitzt viele gesunde Inhaltsstoffe, darunter Mineralien wie Calcium, Eisen und Magnesium und Vitamine. In seiner vielfältigen Zusammensetzung hat er desinfizierende und antibakterielle Wirkung. Seine anti-entzündlichen Eigenschaften reduzieren Schmerzen, Schwellungen und Sekretbildung.

Honig wird deshalb mitunter zur Wundheilung eingesetzt. Bei oberflächlichen Schnitt- und Schürfwunden oder leichten Verbrennungen können Sie ihn direkt auf die Wunde auftragen. Hierfür empfiehlt sich ein extra keimfrei aufbereiteter Honig, der rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist. Bei eitrigen und tiefen Wunden sollten Sie aber besser auf Selbstversuche verzichten!

Auch bei Wunden im Mund sowie bei Herpes hat sich die Heilkraft des Honigs bewährt. Hier ist es ratsam, mehrmals täglich Honig auf die entzündeten Stellen zu streichen – am besten Manuka-Honig, da er das Wachstum der Bakterien sogar noch in verdünnter Form hemmt. Bei oberflächlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte kann normaler Manuka-Honig ebenfalls die Symptome lindern.

Gut zu wissen…
Für Kinder unter einem Jahr ist Honig tabu; erst circa ab dem zweiten Lebensjahr eignet sich das Naturprodukt als wirkungsvolles Hausmittel. Bei gesundheitlichen Anwendungen empfiehlt es sich zudem, keinen billigen Supermarkthonig zu verwenden. Greifen Sie lieber auf Produkte vom Imker, aus dem Reformhaus oder aus der Apotheke zurück.