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Gesund beginnt im Mund – Fakten gegen Mythen – „Tag der Zahngesundheit“ im Herbst

Alljährlich am 25. September macht bundesweit der „Tag der Zahngesundheit“ mit einigen tausend kleineren und größeren Veranstaltungen auf das Thema Mund- und Zahngesundheit aufmerksam.

Krankenkassen, Gesundheitsämter, Landesarbeitsgemeinschaften und viele Zahnärzte organisieren zu diesem Datum eigene Veranstaltungen, zu denen sie zahllose Besucher erwarten. Erfahrungsgemäß berichten an diesem Tag – und auch schon im Vorfeld – sowohl Lokalblätter, überregionale Tageszeitungen und Zeitschriften als auch Hörfunk und Fernsehen über die verschiedenen Aktionen. Ein wichtiges Datum also, dieser 25. September – und im vergangenen Jahr feierte der „Tag der Zahngesundheit“ übrigens schon sein 25-jähriges Jubiläum!

Manche Mythen halten sich Jahrzehnte
Für das Jahr 2016 lautete das Motto „Gesund beginnt im Mund – Fakten gegen Mythen!“ – ein Thema, das für Patienten aller Altersklassen reichlich Stoff bietet zur Überprüfung und ggf. Korrektur ihres vorhandenen Wissens.

Mythen rund um die Mundgesundheit existieren über Generationen; im ungünstigsten Fall führen sie zu nachhaltigen Gesundheitsproblemen. Beispiele:

  • „Milchzähne müssen nicht besonders gepflegt werden, weil sie ja sowieso ausfallen“
  • „Jedes Kind kostet einen Zahn“
  • „Schlechte Zähne sind erblich“
  • „Ein Apfel ersetzt die Zahnbürste“

Der „Tag der Zahngesundheit“ 2016 bot Gelegenheit, diesen und weiteren Mythen genau „auf den Zahn zu fühlen“ und die Frage nach ihrem Wahrheitsgehalt zu stellen. Dabei ist es das erklärte Ziel der Kampagne, vor allem Eltern genug Fakten an die Hand zu geben, um gesundheitsgefährdende Mythen zu enttarnen; heutzutage sind diese oftmals auch Gegenstand intensiver Diskussionen in Internetforen.

Weiteres Kernstück der Jahreskampagne ist die zentrale Pressekonferenz zum „Tag der Zahngesundheit“: Wissenschaftler, Repräsentanten aus der Praxis sowie Vertreter der Krankenkassen berichten über den aktuellen Wissensstand im Bereich der Mundgesundheitsförderung. Außerdem erzählen sie, wie es um die Mundgesundheit in Deutschland steht.

Informations- und Serviceangebot
Um Interessierten eine bessere Orientierung und gleichzeitig den Veranstaltern eine größere öffentliche Wahrnehmung zu ermöglichen, hat der Aktionskreis „Tag der Zahngesundheit“ die Homepage www.tag-der-zahngesundheit.de eingerichtet – mit allen Informationen rund um den „Tag der Zahngesundheit“ und einem Verzeichnis von Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet.

Zum Tag der Zahngesundheit 2016 – Oftgehörter Mythos: Karies wird vererbt
Prof. Dr. Stefan Zimmer (Universität Witten/Herdecke) sagt dazu: „Viele menschliche Eigenschaften, psychische wie physische, sind genetisch bestimmt. Deshalb glauben viele auch, dass Karies vererbt wird und dass man wenig dagegen tun kann. Vererbung spielt jedoch in Bezug auf Karies keine oder höchstens eine verschwindend geringe Rolle. „Vererbt“ werden vor allem ungesunde Verhaltensmuster, die zu Karies führen. Hier ist vor allem die ungesunde Ernährung mit hohem Zuckerkonsum zu nennen. Wenn die Eltern sich ungesund und zuckerreich ernähren, wird das Kind es kaum anders tun können und daher wird es ähnliche kariöse Schäden wie seine Eltern entwickeln. Deshalb sieht auf den ersten Blick nach Vererbung aus, was in Wirklichkeit keine ist.“