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Flaschenbabys: Spicken beim Stillen erwünscht

Gegen eine Fütterung Ihres Säuglings mit dem Fläschchen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Um dabei auf Flaschenbabys möglichst viele Vorteile des Stillens zu übertragen, stellt Ihnen bitte lächeln zehn Tipps & Tricks für die Fütterung per Fläschchen zusammen.

  1. Beim Stillen ist der komplette Säugling mit dem Körper der Mutter in Kontakt. Daher empfiehlt es sich, beim Fläschchengeben Ihren Säugling ebenso zu halten, dass eine Körperbindung besteht.
  2. Blickkontakt ist beim Stillen zwischen Mutter und Kind bequem möglich – füttern Sie Ihren Säugling daher doch am besten in einer Stillhaltung mit der Flasche.
  3. Beim Stillen wird das Kind abwechselnd links und rechts angelegt, die beidseitige Stimulation unterstützt die Reifung der Gehirnfunktionen. Beim Füttern mit der Flasche können Sie Ihr Kind abwechselnd im linken und rechten Arm halten.
  4. An der Brust machen Säuglinge immer wieder natürliche Pausen – es ist ratsam, solche auch bei der Flaschenfütterung einzulegen.
  5. Beim Saugen an der Brust bestimmt das Kind, wann es satt ist. Daher sollten Sie beim Fläschchengeben genau auf die Signale des Babys sowie auf die vorgegebene Tagesmenge achten.
  6. Aus der Brust der Mutter kommt nur Milch, kein Brei. Breisauger sind daher überflüssig, breiige Nahrung verabreichen Sie idealerweise mit dem Löffelchen.
  7. Berücksichtigen Sie bitte beim Kauf einer Flasche und eines Flaschensaugers, ob diese frei von Weichmachern und dem so genannten Bisphenol A sind.
  8. Beim Saugen an der Brust umfassen die Lippen die ganze Brustwarze und einen Teil des Warzenhofes. Daher dürfen Sie den Durchmesser der Lippenauflage am Fläschchensauger möglichst groß wählen: Nur bei einem Sauger mit breiter Auflagefläche ist eine ähnliche Lippenhaltung möglich wie beim Stillen. Idealerweise ist der Sauger formbar und weich, der Saugzapfen sollte sich der Mundhöhle des Kindes anpassen.
  9. Anfangs ist die Milchmenge, die das Kind aufnimmt, sehr gering; der Flaschensauger mit dem kleinsten Loch ist daher für den Anfang wichtig. Auch später soll das Loch so klein sein, dass das Kind kräftig saugen muss.
  10. Die Oberfläche des Saugers sollte hautähnlich, samtig oder seidig sein – so bietet sie, wie die natürliche Haut der Brust, dem Kind eine Oberfläche, die einen guten Kontakt mit den Lippen ermöglicht.
Das saugintensive Trinken aus speziellen Fläschchen verlangt zwar mehr Zeit als die rasche Flasche – trotzdem lohnt es sich: Die Fütterungsphase ist in biologischer, sozialer und emotionaler Hinsicht ein derart entscheidender Moment im Leben von Eltern und Kind, dass Sie hier ohne Zeitdruck agieren sollten.
Allerdings: Auch der innigste Moment darf ein Ende haben – spätestens dann, wenn das Kind satt ist und einschläft, sollte es nicht mit dem Fläschchen im Mund dösen. Schlafen und Essen sind und bleiben zwei getrennte Vorgänge. Zum Wohl Ihres Nachwuchses.